Spätestens aus der Renaissance ist bekannt, dass Maler sich auch immer wieder mit dem Spiel, meistens dem Kartenspiel, beschäftigt haben. So zeigt ein Gemälde von Lucas van Leyden eine Frau und zwei Männer, die an einem Tisch sitzen und Karten spielen. Es wurde auch ausdrücklich “Die Kartenspieler” genannt und ist wohl um 1520 herum entstanden.

Den gleichen Titel gab der Maler Théodore Rombouts seinem Bild, bei dem er drei Männer an einem Tisch zeigt, wobei ein vierter einem der Spieler über die Schulter schaut. Eine ältere Frau, offensichtlich eine Angestellte, ist ebenfalls zu sehen. Es wird nicht klar, was genau gespielt wird. Aber zur Entstehungszeit des Bildes (es zählt zum Barock) gab es bereits Vorläufer des heutigen Black Jacks. Um 1600 gab es noch kein Online Blackjack mit Live Dealern und so musste man sich in Hinterzimmern treffen oder aber in eine Gaststätte gehen. Dort entdeckten die meisten Maler dann auch ihre Motive.

Spiel mit bösem Ende

Der flämische Maler Adriaen Brouwer (1605- 1638) zeigte in einem Kartenspiel-Bild, das nicht nur die Aristokraten dem Spiel zugeneigt waren, sondern dass auch das gemeine Volk gerne ein Spiel wagte. Darunter fielen auch die Soldaten, die in einem weiteren Barockbild von Valentin de Boulogne verewigt wurden.

Im Rokoko zeigte Frederico de Moya eine Spielszene mit einer Gesellschaft, die sich unter einem Baum niedergelassen hat, offenbar um Rast zu machen und sich die Zeit zu vertreiben. Im typischen Stil der Zeit liegt das Licht recht unnatürlich auf dem Spieler, der die Karten in der Hand hält – was vielleicht auch zum Ausdruck bringen soll, dass diese Person die wichtigste Person im Bild ist.

Aus dem 19. Jahrhundert ist sogar ein Bild bekannt, welches den Namen “Ende eines Kartenspiels” trägt und zwei offenbar tote Spieler auf dem Boden zeigt, neben dem einen ein Florett und eine Spielkarte. Offenbar war einer der Spieler mit dem Ausgang nicht zufrieden.